Wie bereits in meinem Blogeintrag vom Donnerstag verkündet*, war am Samstag die Premiere von "Henkers Mahl" sowie die Premiere des "ensembles 2.0" ansich.
Wie nun die regionalen wie überregionalen Zeitungen die Aufführungen am Samstag bzw. am Sonntag gefunden haben,entzieht sich meiner Kenntnis. Ich kann hier nur das wiedergeben, was mir soeben von Tobias kurz schriftlich mitgeteilt wurde:
- Phänomenal!
- Gott war das gut!
- Herrlich gespielt!
- Grandios!
- Geil -wie ein Orgasmus!
- Tolle Dialoge - tolle Schauspieler!
Hm .. wenn ich das so betrachte, dann kommt mir die Erkenntniss, dass ich dasselbe bereits am Donnerstag aufschrieb.
Und was soll ich sagen, Tobias hat damit vollkommen recht.
Das Stück ansich ist wirklich für zwei (tolle) Schauspieler hervorragend geeignet. Besonders die Rolle des Gregors ist für einen Schauspieler wohl ein "kleiner Traum". Und nicht nur, weil er seine Angebetete durchaus an "interessanten" Stellen ankrabschen darf.
Michl hat, zumindest für mich, einen weiteren Schritt nach oben in der Tobias-geeichten Stufensystematik der "Unerreichbaren" erreicht. Diese Präsenz auf der Bühne war teilweise schon fast beängstigend. Wenn man dem Michl so teilweise in die Augen sah, konnte man nicht nur ein bisschen den Wahnsinn sehen. Am Anfang kam Michl für mich allerdings etwas zu "aufgesetzt" (Nervosität?) rüber, da war Göksen meiner Meinung nach ruhiger, aber im Laufe des Stücks konnte man die "Bühnengeilheit" auch in seiner Stimme, in seiner Betonung erkennen.
Göksen hat für mich eh das Bravourstück des Abends abgelegt. Was ich absolut nicht könnte, wenn ich denn müsste, ist unbeteiligt mit geschlossenen Augen auf dem Boden rumliegen. Erst recht wenn jemand an mir "herumspielt". Ich würde bestimmt irgendwann der Versuchung erlegen, ein wenig mit meinem Auge zu blinzeln. Aber Göksens Augen blieben zu, zumindest für meine Augen. Man war versucht, auf die Bühne zu springen, um sie vor Gregor zu retten.
Den Einspieler mit der Schwangerschaft - so im Original nicht vorhanden - war gekonnt und "fast schon nebenbei" eingespielt. Hätte ich das nicht schon im Vorfeld gewusst, dann hätte ich das gar nicht bemerkt.
Zum Schluss sei etwas erwähnt, was kurz vor Schluss in Tobias Kopf vorging.
Als sich Michl mit der Schlinge am Balken festmachte, wurde es Tobias leicht unwohl. Er erkannte zwar, dass genau an jener Stelle der Balken abgesägt war, und auch nur mit Schlingen befestigt (der Balken würde also nachgeben), des Weiteren ist es Tobias auch nicht entgangen, dass Michl immer eine Hand in der Schlinge hatte - aber dennoch Tobias war auf der Hut. Tobias hatte sich im Falle eines Falles schonmal sprungbereit gehalten, falls was schieflaufen sollte (wobei Tobias ja gar nicht wusste, wie sie diese Stelle auflösen). Tobias wäre dann geichzeitig springend und nach Susanne schauend (ist das so geplant???) auf die Bühne gesprungen und hätte den Michl "gerettet". Teilweise konnte Tobias kaum hinsehen.
So gefesselt war er vom Stück.
Wie die beiden das Ende auflösten, sei nicht erwähnt. Schaut es euch an. Die letzte Aufführung ist am kommenden Freitag. Ein paar Bilder und Eindrücke von Michl himself erseht ihr auf deren eigener Homepage.
Ach ja .. die Schlagzeile "1.Vorsitzender rettet eigene Veranstaltung" ist gottseidank nicht Schlagzeile der Samstagausgaben geworden .. in den regionalen wie überregionalen Zeitungen nicht.
Und das ist auch gut so …
Euer Lars
* oder Peter in seinem Blog hier.

Des Henkers Mahl... DES... *seufz*